Kunst, Austausch und Perspektiven – ein Projekt zwischen Berlin und Ulaanbaatar

Die Jugendkunstschule Charlottenburg-Wilmersdorf arbeitet seit 2019 mit verschiedenen Partnerorganisationen aus der Mongolei zusammen. In dieser Zeit konnten bereits mehrere Austausche von Künstlerinnen und Künstler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler realisiert werden. Zudem wurde ein Kooperationsvertrag mit dem Kinder-Kunst-Palast von Ulaanbaatar abgeschlossen.

Die aktuelle Reise knüpft an diese gewachsenen Beziehungen an: Der bestehende Vertrag sollte erneuert und die Zusammenarbeit mit den Partnerinstitutionen – darunter die Little Mongol Kita, die Goethe School Ulaanbaatar sowie die Monte Rosa Schools Ulaanbaatar – weiter gefestigt und ausgebaut werden.

Aktuell arbeiten zwei mongolische Künstler auf Einladung der Jugendkunstschule in Berlin, um mit den Kindern und Jugendlichen der Jugendkunstschule ein Projekt für die Präsentationsfläche der Jugendkunstschule auf dem Kurfürstendamm zu realisieren.

Teil I: Kunst als Begegnung – Arbeiten in den Little Mongol Kitas
04.03.2026 – 04.04.2026

Zwei Kindergärten werden nacheinander zu Orten intensiver künstlerischer Prozesse. In den Räumen der zwei Little Mongol Kitas verwandeln sich Alltagsumgebungen für zwei Wochen in offene Ateliers. Die Künstlerin Kunigunde Berberich arbeitete mit Kindern und Erzieherinnen – forschend, experimentierend und auf Augenhöhe. Es entstehen Projekte, die die Wahrnehmung schärfen und den individuellen Ausdruck der Kinder in den Mittelpunkt stellen. Materialien werden nicht vorgegeben, sondern gemeinsam entdeckt: Farben entstehen aus Pflanzen und Erde, Filzwolle wird mit den Händen geformt, Verpackungsmaterialien werden in neue Zusammenhänge überführt.

Dieser Ansatz macht Nachhaltigkeit unmittelbar erfahrbar. Die Kinder erleben, dass Materialien wandelbar sind und kreatives Arbeiten nicht an vorgefertigte Produkte gebunden ist. Es entstehen Werke von großer Vielfalt: sensible Farbflächen, kraftvolle Objekte, spielerische Konstruktionen, und stets ist das Erleben geprägt von der Eigenständigkeit der Kinder.

Die enge Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen ist dabei zentral. Sie begleiten nicht nur, sondern werden selbst Teil des künstlerischen Prozesses. So entstehen Impulse, die über die Projektzeit hinaus in den Alltag der Einrichtungen hineinwirken.

Den Abschluss jeder Arbeitsphase bildete eine Ausstellung. Sie macht die entstandenen Arbeiten sichtbar und würdigte den Entstehungsprozess. Räume verändern sich, Werke werden präsentiert, Begegnungen entstehen, die Eltern staunen über die kraftvollen Werke ihrer Kinder. Die Kinder erfahren, dass ihr Tun gesehen und geschätzt wird.

Eine dieser Ausstellungseröffnungen wurde filmisch dokumentiert. Der Film zeigt die besondere Atmosphäre dieser Momente: die Konzentration, den Stolz und die Freude, die entsteht, wenn künstlerisches Arbeiten öffentlich wird.

Film Eröffnung von Zula

Teil II: Austausch, Vermittlung und Perspektiven 20.03.2026 – 04.04.2026

Die zweiwöchige Reise der Leiterin der Jugendkunstschule, Verena Gruber-Ballehr, knüpft unmittelbar an diese praktische Arbeit an und erweitert sie um eine institutionelle Ebene.

Im Zentrum steht die Erneuerung der Kooperation mit dem Kinder Kunst Palast Ulaanbaatar. Mit der Vertragsunterzeichnung wird die Grundlage für zukünftige gemeinsame Projekte gestärkt und langfristig gesichert.

Vertragsunterzeichnung im Kinder Kunst Palast

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung künstlerischer Methoden. In drei Workshops und Fortbildungen mit Lehrkräften der Partnerschulen und des Kinder-Kunst-Palastes, werden Ansätze aus der Jugendkunstschularbeit weitergegeben, insbesondere zu den Themen Schattenspiel und Museumspädagogik. Pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte arbeiten gemeinsam, tauschen Erfahrungen aus und entwickeln neue Perspektiven für ihre Praxis.

Workshop-Situationen im Kinder Kunst Palast und der Goethe Schule

Besuche an allen Schulen in Ulaanbaatar, an denen Deutsch unterrichtet wird, vertiefen diesen Austausch. Sie ermöglichen persönliche Begegnungen und eröffnen neue Ansätze für zukünftige Kooperationen.

Darüber hinaus wird ein bereits früher angedachtes Vorhaben erneut aufgegriffen: die Entwicklung einer Städtepartnerschaft zwischen dem Bezirk Sukhbaatar District und Charlottenburg-Wilmersdorf. Erste Gespräche knüpfen an bestehende Kontakte an und schaffen hoffentlich eine Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit auf institutioneller Ebene.

Gespräche über eine Städtepartnerschaft zwischen dem Suurbata-District in Ulanbaatar und Charlottenburg-Wilmersdorf mit dem Bezirksbürgermeister (links) und dem Chairman des Distrikts (rechts)

Die Reise verbindet damit mehrere Ebenen: Sie stärkt bestehende Kooperationen, vermittelt konkrete künstlerisch-pädagogische Inhalte und eröffnet neue Perspektiven für den internationalen Austausch. In der Verbindung von praktischer Arbeit, persönlicher Begegnung und institutioneller Entwicklung entsteht ein Netzwerk, das über die Dauer des Projekts hinaus Wirkung entfaltet.

Ausblick

Seit April 2026 arbeiten die beiden Keramikkünstler Odmaa Uranchimeg und Sukburen Narankhuu an der Jugendkunstschule mit Kindern und Jugendlichen. Auch bei den Künstlerischen Werkstätten der Charlottenburg-Wilmersdorfer Schulen werden sie einen Workshop leiten und an der Ausstellungseröffnung der Arbeitsergebnisse am 26. Juni 2026 in der Rathausgalerie im Rathaus Charlottenburg teilnehmen.

Im Oktober wird die neue Skulptur der Jugendkunstschule auf dem Kurfürstendamm „Wolken und Berge“ eröffnet.

TAG DER DRUCKKUNST

Mittwoch 16-19 Uhr – TAG DER DRUCKKUNST

TAG DER DRUCKKUNST „Drucken in vielen Techniken“ offenes, kostenloses Angebot in der Jugendkunstschule Charlottenburg-Wilmersdorf
„Probiere aus, was du kannst. Die Türen sind auf!“

Wir drucken an diesem Nachmittag mit allem, was wir in der Jugendkunstschule finden: Mit Verpackungsmaterial, Acrylglasplatten, Moosgummi und verwandeln das Haus in eine große Druckwerkstatt. Dabei erlebst du, wie wertvoll Material für deine Werke werden kann, dass im Alltag oft einfach nur weggeschmissen wird. Wer sich eigene T-Shirts oder Stoffe mitbringt, kann diese eigenen Dinge mit Stoffdruckfarbe bedrucken.

15. März 2023, 16 – 19 Uhr
Keine Anmeldung erforderlich

Veranstaltungsort
Jugendkunstschule Charlottenburg-Wilmersdorf, Nordhauser Str. 22

Beteiligte Künstler/innen
Annette Polzer, Diogo de Calle, Christian Schneider, Paul Paetzel, Nils Schneitz, Lutz Lienke, Franziska Fankhauser, Isabella Bastek

Schlosspark goes online

Jugendkunstschule goes online –  mach mit!

Kontakt:  info@jugendkunstschule-cw.de

Unsere Angebote an den Samstagen im Mai:
Wer sich angeledet hatte bekam ein Materialpaket von uns!

 

Anmeldung für das Set A – Samstag, den 9.05.2020
GEBÄUDE IM SCHLOSSGARTEN UND SEINE BEWOHNER

 

Anmeldung für das Set B – Samstag, den 16.05.2020
PFLANZEN UND TIERE IM SCHLOSSGARTEN

.

Anmeldung für Samstag, den 30.05.2020
UTOPISCHE GESCHICHTEN VON UNTERWEGS

.

Hier geht es zum Padlet mit euren tollen Ergebnissen:

„stadtgesichter“

Presseinformation zur Ausstellung „stadtgesichter“

Die Jugendkunstschule Charlottenburg-Wilmersdorf zeigt gegenwärtig die Ausstellung

„stadtgesichter“ seit dem11.03.2020 in ihren Räumen in der Nordhauser Straße 22,10589 Berlin

Es werden im Umgang der Jugendkunstschule 44 Bilder von Oberstufenschüler*innen gezeigt, die sich an einem Wettbewerb der Jugendkunstschule beteiligt haben.

Die von einer Jury ausgewählten 3 Preisträger*innen (siehe angefügte Portraits und Bilder) erhalten Materialgutscheine, die der Freundeskreis der Jugendkunstschule zur Verfügung stellt.

Mit dem speziell für Oberstufenschüler*innen ausgeschriebenen Wettbewerb will die Jugendkunstschule die im Kunstunterricht der Oberstufe entstandenen interessanten Arbeiten der Öffentlichkeit zugängig machen sowie den jugendlichen Künstler*innen eine Plattform geben, um sie für ihre weitere Arbeit zu motivieren und zu fördern.

Karin Fortriede-Lange, Leiterin der Jugendkunstschule C-W
Detlef Wingerath, Projektleiter des Wettbewerbs

30 Jahre Mauerfall | Aus Mut gemacht

Die Berliner Festivalwoche zum 30. Jubiläum der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls vom 4. bis 10. November 2019

Wir kennen den Mauerfall und die Zeit der Friedlichen Revolution nur aus dem Schulbuch oder von Erzählungen der Familie. Die Gedanken der Menschen von vor 30 Jahren sind gar nicht so weit von dem entfernt, was wir heute diskutieren und verhandeln. Im Rahmen des Filmprojekts „Aus Mut gemacht“ haben wir uns mit dem Thema auseinandergesetzt und einen kurzen Film gemacht.

Unser Film: ‚WIEDER SEHEN‘

Künstlerisch setzt sich unser Film ‚WIEDER SEHEN‘ mit dem Thema Flucht auseinander und führt dabei durch dunkle Tunnel und Kellergewölbe, durch enge Gänge und Türen.

Gezeigt wurde unser Kurzfilm am 4. November 2019 im Kino Cubix und eine Woche lang in dem Pavillon auf dem Alexanderplatz.

Ein Film von Anton, Arthur, Asli, Beytullah, Canel, Dragan, Ermira, Jonathan, Krystian, Lara, Lilia, Meryem, Nikita, Nils, Nora, Theodor, Tim; Projektleitung: Jil Clara, Tina Küchenmeister

Außerdem freuen wir uns, euch den Mitschnitt von ALEX Berlin zeigen können, wo ihr die Sendung zur Premierenveranstaltung sehen könnt.

© Kulturprojekte Berlin Foto: Alexander Rentsch

…und der Knaller…

Wir durften am Samstagabend am Brandenburger Tor mit auf die Bühne. Die Veranstaltung war der Höhepunkt der Festivalwoche zum Mauerfall. Zum Ende der zweistündigen Show standen wir gemeinsam mit der Schauspielerin und Sängerin Anna Loos und Sportstudiomoderator Jochen Breyer auf der Bühne und feierten zu der Musik von Techno-DJ und Elektromusiker Westbam den Mauerfall. Mit einem Feuerwerk endete das Programm.

© Kulturprojekte Berlin Foto: Alexander Rentsch

© Fotos Friedensburg-Oberschule

Lichtskulptur am Ku´damm

Die Lichtskulptur wurde entwickelt, gebaut und die Lichttechnik programmiert von den Schüler_innen der Klasse 10.14 BOP „Medien+Kommunikation“ und BOP „Informatik“ der FOS zusammen mit dem Lichtkünstler Nils-R. Schutze.

Eingeweiht wurde sie am Mittwoch, den 2. Dezember  2015  am Kurfürstendamm Ecke Uhlandstraße, gemeinsam mit unserem Stadtrat Marc Schulte und dem Schulleiter der Friedensburg-Oberschule Sven Zimmerschied.

LichtskulpturHier einige Fotos aus der Entstehungsphase:

Bericht des Tagesspiegel

Bericht der Berliner Morgenpost